Das
meiste was auf dieser Internetseite zu finden ist, ist in einem Buch
verfasst, welches ich im Jahr 2007 geschrieben habe. Das
Buch wurde nur in einer Kleinauflage von 30 Exemplaren gedruckt,
welche alle in die Familie verschenkt wurden. Mein Freund und Cousin
Daniel W. Urish aus Rhode Island hat in den USA einige wenige
Exemplare nachdrucken lassen und sie dort in der Familie verteilt.
Um
das Ganze nun einem breiteren Publikum verfügbar zu machen, wurde nun
diese Internetseite kreiert. Insbesonders für die vielen
Interessenten aus den USA mit welchen ich zwischenzeitlich sehr
viel Kontakt habe.
Das
sind die Fragen, die sich mir gestellt haben. Seit dem ich zurückdenken
kann, gab es nur eine Familie mit Namen Uhrig in Reichelsheim. Man weiß
zwar von Verwandten, Born, Wingertszahn, Trautmann, Arras, etc. Aber
wie gehören die alle zusammen?
Da die familiären Quellen zu versiegen drohen, habe ich alles zusammengetragen, was zu erfahren und zu finden war.
Ich
habe viele Menschen kennen gelernt, die ebenfalls auf der Suche nach
ihren Ahnen waren, so z. Bsp. Herbert Meisinger aus Seeheim und Andreas
Stephan aus Hering, die sogar teilweise die gleichen Vorfahren oder
Verwandten wie wir haben. Aber auch Informanten wie die
90-jährige A. F. aus L., Horst Rapp aus Wersau und Alphons Urich aus der
Schweiz. Zu Letzterem konnte bisher noch keine Verwandtschaft
nachgewiesen werden.
Aber wer sind wir denn nun? Zwei Brüder,
Phillip II. und Georg, die Söhne von Johann Phillip Uhrig aus
Fränkisch-Crumbach und Elisabeth Hörr aus Reichelsheim, waren die
ersten in Reichelsheim geborenen männlichen Vertreter unserer Familie
Uhrig, welche selbst Familien gründeten. Von neun Kindern, drei Jungen
und sechs Mädchen, wurden nur vier älter als 18 Jahre. Ihre
Schwestern Charlotte und Elisabeth zogen nach der Heirat nach Krumbach
bei Fürth bzw. Ober-Ramstadt. Georg hatte mit seiner ersten Frau
drei Töchter und einen Sohn. Eine Tochter verblieb in
Reichelsheim, eine nach Fürth im Odenwald, die dritte Tochter zog es
nach Rüsselsheim und der Sohn zog später mit Vater und Stiefmutter
ebenfalls nach Fürth im Odenwald. Heute lebt nur noch die Tochter in
Fürth., welche bereits über 85 Jahre alt ist.
Phillip Uhrig II. hatte mit seiner Frau Margarethe Trautmann, eine Tochter vom Rasiermichel, drei
Kinder, wobei das jüngste bei der Geburt verstarb. Sohn Phillip III.
hatte mit seiner Frau Anna einen Sohn, geboren 1939, unser Vater.
Leider fiel Phillip schon 28-jährig Ende 1941 im 2. Weltkrieg an der
Ostfront. Die Tochter von Philipp II. und Margerethe
verstarb im Mai 2007 und wurde 87 Jahre alt.
Wenn
man sich in der näheren Umgebung umschaut, gibt es einzelne Uhrig in
Fränkisch-Crumbach, Brensbach und einige mehr in der Gegend um Erbach,
Michelstadt, Bad König und der Gemeinde Otzberg. Eine Vermutung war
immer, dass die Uhrig Einwanderer aus der Schweiz waren, da es dort
auch heute noch viele Uhrig, Urech, Urich gibt. Das hieße, da die
Schweizer Einwanderer nach dem Dreißigjährigen Krieg vom Adel ins Land
geholt wurden, uns gibt es erst seit ca. 350 Jahren im Odenwald. Nach
vielen Recherchen habe ich jedoch festgestellt, dass unsere Stammlinie
nachweislich seit mindestens 420 Jahren im Odenwald lebt, ursprünglich
in den Otzberg-Gemeinden Lengfeld und Ober-Klingen; Also schon vor dem
Dreißigjährigen Krieg. Aufzeichnungen aus alten Salbüchern, das sind
alte Grund- und Kellereibücher, nennen den Namen Uhrig seit über 550
Jahren (anno 1454). Damals wurde der Name noch Urich geschrieben.
Kommen die Schweizer Urich ja vielleicht aus dem Odenwald?
Wir
Uhrigs scheinen demnach eine mehr oder wenig sesshafte Familie zu sein,
sind es doch von Lengfeld bis Reichelsheim gerade mal rund 18
Kilometer. Kriege und Seuchen wie die Pest wurden überlebt, gefundene
Aufzeichnungen beschreiben die Familie mal als angesehen mal als
vermögend und immer der evangelischen Kirche angehörend. Auch 2
Bürgermeister finden sich unter den Cousins und Onkels. Viele der Ahnen
betrieben das Müllerhandwerk und besaßen eigene Mühlen.
Ein
paar Uhrigs zog es jedoch sehr weit weg. Johann Georg Uhrig ging
1831 mit Frau und Kind in die neue Welt nach Illinois in die
Vereinigten Staaten von Amerika. 1832 folgten dann noch Johann
Georgs Schwester Caroline Wilhelmine mit ihrem Ehemann und Bruder
Georg Phillip Uhrig. Über den Verbleib der beiden nachfolgenden
Geschwister konnte bisher nichts in Erfahrung gebracht werden.
Über
das Internet habe ich einen direkten Nachfahren von Johann Georg Uhrig
kennen gelernt, Prof. Dr. Daniel Wayne Urish. Leider hat er nicht das
Glück gehabt, bei seinen Reisen in den 1990ger Jahren in die Heimat
seiner Vorväter, den Kontakt zu seinen Verwandten nach Reichelsheim
gefunden zu haben.
Einen großen Abschnitt habe ich somit
den amerikanischen Urish gewidmet, da in diesem Familienzweig sehr viel
Familiengeschichtliches über viele Generationen hinweg erhalten und
überliefert wurde. Siehe hierzu den Abschnitt "Urish in Amerika".
Diese Überlieferungen und das Buch von Daniels Cousin Earl Urish, „The
Education of Private Earl Urish“, inspirierten zu dem Kapitel „Brothers
in Arms“, wobei die eigentliche Übersetzung, Waffenbrüder, hier nicht
angedacht war. Es sollte vielmehr der bewaffnete Kampf, Bruder gegen
Bruder, zum Ausdruck gebracht werden. Das Kapitel „Brothers in Arms“,
stammt aus der Feder von Daniel W. Urish.
Uhrig gibt es also gar
nicht so wenig. Man findet sie auf der ganzen Welt in Deutschland,
Österreich, Frankreich (Urich, Urrich, Uhrig), Portugal (Ourique), der
Schweiz (Urich), in den USA (Urish, Ourish, Uhrig), usw. Vieles was bei
den Recherchen gefunden wurde, ist in dieser Chronik festgehalten.
Um
das Ganze abzurunden, wurde Wissenswertes aus Siedlungsgebieten und
-orten, anverwandten Familien, Heraldik (Wappen), Namenskunde,
Familienchroniken von angeheirateten Ehefrauen und vieles mehr
recherchiert. Soweit möglich wurde alles bebildert, zum Teil mit
Originalfotografien oder themenbezogenen Gemälden bzw. neuen
Fotografien.
Most of what you find on this homepage is based on a book that I wrote
in 2007. This book had just a limited print run of 30 copies. All of them
have been given away as a gift to family members. My friend and
cousin Daniel W. Urish from Rhode Island, USA had more copies printed to
hand out to the American Urishfamilies.
This internet homepage has been designed to make
research results available to a larger audience, particularly for those in the
USA with whom I have a lot of contact.
These are the questions I thought about. As long as I can remember
there was just one family named Uhrig in Reichelsheim. Of course there
are other relatives known named Born, Wingertszahn, Trautmann, Arras, etc.
But how do they interconnect ?
Because all familiar sources seemed to run dry, I started to collect
everything I could locate. Most of that information is included in the book.
I met a lot of people also in search of their ancestors, e. g.
Herbert Meisinger from Seeheim and Andreas Stephan from Hering; they have some
of the same ancestors as we have. But I also had informants like the 90
year old A.-M. F. from L., Horst Rapp from Wersau and Alphons Urich from
Switzerland. Until now, it was not possible to find any relationship to
the Swiss Urich.
But who are we then? Phillip II. and Georg were two brothers, the
sons of Johann Phillip Uhrig from Fränkisch-Crumbach and Elisabeth Hörr from
Reichelsheim. They have been the first male individuals of our Uhrig-Family,
born in Reichelsheim, who founded families themselves. There were nine
children, three boys and six girls, but only four lived to be older than
eighteen years.
Their sisters Charlotte and Elisabeth, after their marriage, moved to
Krumbach-Odenwald and Ober-Ramstadt. Georg and his first wife had three
girls and one boy. One daughter remained in Reichelsheim, the second one
married to Fuerth-Odenwald and the third one to Ruesselsheim. The son Georg
moved together with his father and stepmother to Fürth-Odenwald. Today,
just the daughter living in Fürth is still living, over 85 years old.
Phillip
Uhrig II. and his wife Margarethe Trautmann, a daughter of the nicknamed
“Rasiermichel”, had three children,of
which the youngest died when it was born. A son, Phillip III., married Anna and
they had one son born 1939, who is our father. Unfortunately, Phillip
died as a soldierwhen he was 28 years
old, at end of 1941 on the Eastern Front in the 2nd World War. The
daughter of Philipp II. and Margarethe died in March 2007 at the age of 87.
Looking around the immediate vicinity, there are a couple of Uhrigs in
Fränkisch-Crumbach, Brensbach and a few more in the area of Erbach,
Michelstadt, Bad König and the community of Otzberg. An initial
assumption was made that the Uhrigs were immigrants from Switzerland, because a
lot of the Uhrig, Urech, Urich names can be found there. This would mean that
if these Swiss immigrants were called to the Odenwald by the nobility after the
Thirty Years War, that the Uhrig family would be here for less than 350 years. After a lot of researching it was verified that our family line has been
located in the Odenwald over 420 years. They lived in the region of the
Otzberg villages of Lengfeld and Ober-Klingen long before the Thirty YearsWar took place. Records of old
“Salbüchern“, which are old cadastral registers, noted the name Uhrig more than
550 years (anno 1454) ago. During this time the name was written Urich.
Did the Swiss Urich eventually emigrate from the Odenwald?
It seems thatour Uhrig family is
a quite settled family because from Lengfeld to Reichelsheim the distance is
just 18 kilometres (slightly over 10 miles). Wars and plagues like the
pestilence were overcome. Some records found describe the family as of
good standing, substantial and always associated with the Protestant Church.
Two mayors have been found among our ancestral cousins and uncles and
many of our ancestors worked as millers, sometimes with mills of their own.
But some of the Uhrigs travelled far away. Johann Georg Uhrig
emigrated from Germany with his wife and children in 1831 to Illinois, to
thenew world of America. In 1832
his sister Caroline Wilhelmine, her husband and his brother followed. It
isstill not clear what happened to the
siblings of Johann Georg.
Through the internet I found a direct descendant of Johann Georg Uhrig,
Prof. Dr. Daniel Wayne Urish. Though he made journeys to the homeland of
his ancestors, he unfortunately did not come into contact with his relatives in
Reichelsheim.
The contact with Daniel Urish provoked me to dedicate a big chapter to the
American Urish, because during his trips he collected and saved a lot of family
historical records and documents. This can be found in the chapter “Urish in America."
These records and family traditions, partially oral, along with the book of
Daniel Urish´s cousin Earl Urish, “The Education of Private Earl Urish,“ gave
me the inspiration for the chapter entitled “Brothers in Arms.” I didn’t
want to follow the direct translation; in fact, I wanted to express the armed
combats between “brothers.” Thus, the chapter “Brothers in Arms,“ was
written by Daniel W. Urish.
There
are more than a few Uhrigs. They can be found all over the world, in Germany,
Austria, France (Urich, Uhrig, Urrich), Portugal (Ourique), Switzerland
(Urich), USA (Urish, Ourish), etc. A lot of the material that has been gathered
together can be found in this chronicle. In addition to this
researchabout the neighborhood and
villages of the Uhrig settlement areas, the connected families, heraldic
recognition, the source of the name and other family chronicles has been
included.. And, as far as available, new and old original photos and relevant
paintings have been included.